Gefährlicher Drogenkonsum

Was tun bei Entzugserscheinungen?

WORUM GEHT’S

Wenn du von einer Droge körperlich abhängig bist, können wenige Stunden nach deinem letzten Konsum der Droge Entzugserscheinungen auftreten.

 

Diese können zu behandlungsbedürftigen, aber auch lebensbedrohlichen Zuständen führen. Hier erklären wir dir, woran du Entzugserscheinungen erkennst, was du tun kannst und wo du Hilfe findest. 

IST ES EIN NOTFALL?

Die Gefahr von Entzugserscheinungen ist je nach Droge unterschiedlich. Ein Notfall könnte vorliegen, wenn du

  • massive Temperaturschwankungen hast und überhitzt/austrocknest,
  • Krämpfe hast,
  • Schwindel verspürst oder du Ohnmachtsgefühle hast,
  • starke Kopfschmerzen bekommst,
  • plötzlich starke Müdigkeit verspürst,
  • schwere Krampfanfällen bekommst,
  • Suizidgedanken hast.
  • Weitere Anzeichen für einen Notfall findest du hier.


Bei starken Entzugserscheinungen wähle sofort den Notruf unter der Nummer 112, denn diese können lebensbedrohlich sein!

WAS KANN ICH TUN UND WIE FINDE ICH HILFE?

Wichtig bei Entzugserscheinungen ist, dass man zwischen körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen unterscheidet.

 

Körperliche Entzugserscheinungen 
Diese treten auf, da sich dein Körper bereits an deinen Drogenkonsum gewöhnt hat. Einen Höhepunkt können die Anzeichen nach 24 bis 48 Stunden erreichen.
Zu den körperlichen Anzeichen gehören: 

  • Unruhe
  • Schweißausbrüche
  • Zittern
  • Schwächegefühl
  • Gliederschmerzen
  • Magenkrämpfe und Brechreiz
  • Kreislaufstörungen
  • massive Temperaturschwankungen
  • lebensbedrohlichen Zustände mit schweren Krampfanfällen

 

Psychische Entzugserscheinungen 
Diese können auftreten, da die bekannte berauschende Wirkung ausbleibt. Ein großes Verlangen (genannt Craving) geht meist mit diesen Anzeichen einher:

  • Unruhe
  • Depressive Verstimmungen
  • Evtl. Selbstmordgedanken

 

Professionelle Unterstützung
Wenn du oder eine Person, die du kennst, nicht mehr konsumieren möchte, findest du Hilfe bei einer Drogenberatungsstelle. Gib hierfür „Drogenberatungsstelle + deine Stadt“ in einer Suchmaschine deiner Wahl ein. Dir werden dann Beratungsstellen in deiner Nähe angezeigt, bei denen du einen Termin vereinbaren kannst.

 

Wichtig ist, dass du keinen „kalten Entzug“ machst, das kann lebensgefährlich werden! Lass dir bei der sogenannten Entgiftung in einer spezialisierten Klinik für Suchterkrankungen helfen. Du bekommst dort medizinische und therapeutische Unterstützung.
Im Anschluss an die Entgiftung kannst du dann eine für dich passende Anschlussbehandlung beginnen.

 

Für Angehörige 
Wenn du eine Person unterstützen möchtest, sollte sie von sich aus etwas verändern wollen.
Der erste Schritt ist die Einsicht, dass der Konsum gefährliche Ausmaße angenommen hat und man es eventuell nicht mehr ohne Unterstützung schafft. Ebenso kannst du die Person ermutigen, sich professionelle Unterstützung zu suchen.
 

WER UNTERSTÜTZT MICH?

Wenn du Unterstützung brauchst, hast du verschiedene Möglichkeiten.  

Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung: 116117 
oder ruf bei deiner Krankenkasse an.
Bei beiden Stellen kommst du bei Menschen raus, mit denen du sprechen und die du nach Hilfe fragen kannst.  

Vielleicht können dir auch deine Eltern/Familie/Freund:innen/Bekannte helfen.  

Du kannst dich auch jederzeit gerne bei uns melden
Wir helfen dir und beraten dich.

per Chat auf:  www.sofahopper.de 

telefonisch unter: 07726-254450
Mo.- Fr. 9:00 bis 19:00 Uhr

Vor Ort in:
Hamburg
Berlin
Frankfurt
Dortmund 
Köln 

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drugcom.de – check yourself
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Sie Suchen für sich oder Angehörige eine Behandlungseinrichtung?
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Hilfe und Beratung
 

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Was sind Entzugserscheinungen?
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): drugcom.de 

Was ist bei Drogennotfällen zu tun?

 

(Stand August 2025)